Praxis für Osteopathie

Kerstin Oberthür D.O.

Heilpraktikerin

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Über mich

Kerstin Oberthür

Seit über 30 Jahren begleite ich Menschen auf ihrem Weg zur Gesundheit – zunächst als Physiotherapeutin, heute als freiberufliche Osteopathin und Heilpraktikerin.

Was mich bis heute fasziniert, ist die Präzision und Intelligenz des menschlichen Körpers – und wie beständig er nach Gleichgewicht strebt. Diese innere Weisheit des Körpers ist der Ausgangspunkt jeder meiner Behandlungen.

Krankheit zu finden ist einfach. Meine Aufmerksamkeit gilt der Gesundheit – den stillen, regulierenden Kräften, die im Körper nach Gleichgewicht streben.

„Gesundheit zu finden sollte das Ziel des Osteopathen sein."
A. T. Still · Begründer der Osteopathie

Ausbildung & Beruflicher Werdegang

Ausbildung

1992 – 1996
Katolieke Hogeschool voor Gezondheidszorg Oost-Vlaanderen
Gent, Belgien
Physiotherapeutin (gegradueerde in de Kinesitherapie)
1997 – 2003
Collège Belge d'Ostéopathie
Brüssel, Belgien
Osteopathin D.O.
2009 – 2011
Berliner Schule für Heilkunde
Berlin, Deutschland
Heilpraktikerin
Seit 2021
Biodynamische Osteopathie
Weiterbildung nach Jim Jealous

Beruflicher Werdegang

1997
WZC Sint Bernardus
Physiotherapeutin in der Einrichtung für betreutes Wohnen · Bertem, Belgien
1997 – 2004
Gesundheitszentrum „de Brug – la Passerelle"
Selbständige Physiotherapeutin / Osteopathin in einem multidisziplinären Gesundheitszentrum · Brüssel, Belgien
Seit 2005
Eigene Praxis · Lingen/Brögbern
Freiberufliche Osteopathin in eigener Praxis
Dez 2019 · Okt 2023 · März 2026
Freiwilligenarbeit · Ruanda
Osteopathische Behandlungen von Überlebenden des Völkermordes im Rahmen der Life Wounds Healing Association (LIWOHA), unter Leitung von Simon Gasibirege

Geschichte

„Die Osteopathie ist eine manuelle diagnostische und therapeutische Vorgehensweise, um mit Dysfunktion der Gelenk- und Gewebemobilität im Allgemeinen, die im Zusammenhang mit dem Auftreten von Krankheit steht, umzugehen."

Belgische Akademie für Osteopathie

Geschichte der Osteopathie

Osteopathie ist keine neue Wissenschaft. Wörtlich übersetzt bedeutet Osteopathie „Das Leiden der Knochen" – „Osteo-" steht hier jedoch stellvertretend für alle Arten von Gewebe (Muskeln, Bänder, Organe, Gefäßsysteme, Nerven, Faszien, etc.), über die der Osteopath mit seiner Hand den Körper erschließt und behandelt.

Das Grundkonzept der Osteopathie wurde bereits 1874 von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828–1917) entwickelt. Er suchte nach einem neuen Verständnis von Gesundheit, von Krankheit, vom menschlichen Körper und von dem, was den menschlichen Körper heilen kann. Er erkannte, dass Erkrankungen des Menschen mit Beeinträchtigungen von Strukturen (Gewebe) im Zusammenhang stehen. Still betrachtete den gesamten Körper als Einheit, erkannte die Bedeutung der lebensnotwendigen Mobilität aller Gewebe im Körper, die Fähigkeit des Körpers zur Selbstregulierung und den engen Zusammenhang von Struktur und Funktion aller Teile.

Beeinträchtigungen bedingen eine verminderte Funktionsfähigkeit der inneren Organe. Der Osteopath ist bestrebt, diese Beeinträchtigungen zu finden und sanft zu korrigieren. Die dem Menschen innewohnenden Selbstheilungskräfte können wirksam werden und zu einem neuen Gleichgewicht finden.

Verbreitung der Osteopathie

Die Osteopathie hat sich zunächst im englischsprachigen Raum wie Großbritannien, Australien und Neuseeland ausgebreitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte sie in den fünfziger Jahren nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande.

In Deutschland haben sich seit Ende der achtziger Jahre verschiedene Schulen für Osteopathie gegründet. Die Ausbildung erfolgt über 5 Jahre berufsbegleitend bzw. in einem 4-jährigen Vollzeitstudium für Abiturienten.

In Deutschland ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt. Für die eigenständige Ausübung in Deutschland wird deshalb eine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde (Heilpraktiker) benötigt, sofern man kein approbierter Arzt ist.

Was macht der Osteopath?

Nach einer gezielten, ausführlichen Untersuchung behandelt der Osteopath die aufgefundenen Verspannungen/Blockierungen und organischen Störungen mit gezielten manuellen Techniken, um den Körper in ein neues Gleichgewicht zu bringen.

Die Ursachen einer eingeschränkten Bewegung können unterschiedlicher Art sein. Eine Verstauchung oder Verrenkung kann zu einer bleibenden Bewegungseinschränkung führen. Aber auch geheilte Entzündungen innerer Organe, Operationsnarben oder bestimmte Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten können die Beweglichkeit einschränken.

Die Funktionsstörungen verlagern sich, wirken sich auf andere Bereiche des Körpers aus, was den Körper viel Kraft kostet. Werden die Mobilitätsstörungen in den verschiedenen Geweben behoben, können sich damit verbundene schädliche Kompensationen und Symptome auflösen. Dem Körper steht wieder mehr Energie zur Selbstheilung zur Verfügung.

Für welchen Menschen kommt Osteopathie in Frage?

Grundsätzlich ist jedes lebendige Gewebe behandlungsfähig. Das bedeutet, dass Menschen jeden Alters und jeder Konstitution erfolgreich behandelt werden können. Der Osteopath konzentriert sich dabei nicht auf die einzelne Krankheit, sondern auf den gesamten kranken Menschen – unter Berücksichtigung seiner individuellen Einzigartigkeiten.

Hierbei zielt die Osteopathie darauf ab, durch sanfte Griffe Blockaden zu lösen, die Durchblutung zu fördern und das statische sowie dynamische Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen.

Hinweis zu Krankenkassen: Es wird empfohlen, vor Beginn der Behandlung direkt bei der eigenen Krankenkasse nach den genauen Konditionen zu fragen.

Was sind die Hauptanwendungsgebiete der Osteopathie?

Bewegungsapparat

  • Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Bandscheibenvorfälle
  • Muskelverspannungen, Gelenkbeschwerden, Haltungsprobleme
  • Sportverletzungen, Unfallfolgen, Faszienverklebungen

Innere Organe

  • Verdauungsstörungen (Magen-Darm, Verstopfung, Blähungen)
  • Beschwerden der Blase (Blasenentzündung, Blasensenkung), Nieren und Geschlechtsorgane
  • Atemwegserkrankungen (unterstützend bei Asthma, COPD)

Nervensystem & Kopf

  • Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Funktionsstörungen des Nervensystems

Schwangerschaft

  • Rückenschmerzen
  • Übelkeit
  • Geburtsvorbereitung/Nachsorge

Babys & Kinder

  • Verdauungsprobleme (Dreimonatskoliken)
  • (Schädel)asymmetrien
  • Reflux, Opisthotonus
  • Muskuläre Dysbalance

HNO, Atemwege & Allgemein

  • Asthma, chronische Bronchitis, COPD
  • Chronische Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Rezidivierende Mittelohrentzündung
  • Nach Operationen (Narbenbehandlung), chronische Schmerzen
  • Nachsorge bei zahnärztlichen/kieferorthopädischen Eingriffen, Kiefergelenkproblematiken
Grenzen der Osteopathie: Die Osteopathie hat da ihre Grenzen, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht mehr ausreichen. Bei schweren und/oder akuten Erkrankungen sollte man immer zu einem Schulmediziner gehen (Krebs, massive seelische Störungen, akuter Herzinfarkt, schwere Infektionskrankheiten, etc.). Osteopathie ist keine Notfallmedizin – bei vielen der genannten Beschwerden kann sie sich jedoch als wertvolle Begleittherapie anbieten.

Preise

Die Behandlungsgebühren betragen 95 € und werden nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker berechnet.

Die Kostenübernahme durch die Krankenversicherungen ist uneinheitlich: Mittlerweile bezuschussen viele gesetzliche Krankenkassen die Osteopathie, oft mit 20–60 € pro Sitzung für ca. 3–6 Behandlungen jährlich. Voraussetzung ist meist ein ärztliches Rezept/Privatrezept. Manchmal muss der Therapeut auch eine bestimmte Qualifikation nachweisen (z.B. Mitgliedschaft in einem Berufsverband oder abgeschlossene Ausbildung/Studium).

Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten vollständig oder anteilig, abhängig vom Tarif und wenn Heilpraktikerleistungen oder alternative Heilmethoden im Vertrag enthalten sind. Die Abrechnung erfolgt über die Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH).

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